Geschichte der Familie Barth

Die Familie Barth kann mit Stolz auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Übernahme des Gasthauses durch die Barth´s jährte sich  2004 zum 300-sten mal. Wir haben hier die Geschichte von Hotel und Familie aufgearbeitet und für Sie zusammengestellt. Wir mussten sehr weit, genau gesagt bis an das Ende der Renaissance zurückgehen, denn.... 

.....die erste urkundliche Erwähnung über ein Wirtshaus in Dobel stammt aus dem Jahre 1569, dort wir von einem Wirtshaus "oben im Dorf" neben der Kirche gesprochen. Vermutlich wurde das Rössle gemeint. Die alten Stützbalken im "Ställe" unter der heutigen "Wirtsstube" stammen noch aus dieser Zeit. Das Gasthaus Rössle ist seit dem Jahr 1704 im Besitz der Familie Barth und wird nun in der 9. Generation geführt.

Noch bis nach Ende des 2. Weltkrieges war dem damaligen Gasthaus Pension Rössle ein landwirtschaftlicher Betrieb angeschlossen. Das "Rössle" liegt auf der Klosterseite des Ortes (über die Teilung des Ortes in Kloster- und Rentkammerseite erfahren Sie mehr in der Rubrik zur Gründungsgeschichte von Dobel) und der landwirtschaftliche Grundbesitz, die sogenannte Hufe, reichte von der heutigen "Neuen Herrenalber Straße", über die Wiesenfläche bis zum Waldrand. Als Willi Barth das Gasthaus nach dem Tod seines Vaters Ernst Barth sen. im Jahre 1948 übernahm, wurde der landwirtschaftliche Betrieb langsam aufgegeben, um sich ganz auf den ,50er Jahren in Dobel aufblühenden, Fremdenverkehr zu konzentrieren . Jedoch wurde das "Rössle" durch die französische Besatzungszeit von 1945 bis 1948 stark beschädigt. Denn nach Kriegsende wurde es durch eine französische Holzhauer-Kompanie beschlagnahmt und viele Monate als Quartier benutzt. Es lag nun an Willi Barth und seiner aus dem Südschwarzwald stammende Ehefrau Monika, das heruntergekommene Traditionshaus wieder in einen einladenden Gasthof zu verwandeln. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Gebäudeteile abgerissen, renoviert oder neu aufgebaut. Der Saalanbau wurde mehrfach fremdvermietet und diente den Firmen "Gauthier" und "Radio Becker" zeitweise als Produktionsstätte. Dazwischen wurde er mehrere Jahre zur Kinovorführung genutzt, einige ältere Dobler werden sich sicher noch erinnern, dort ihre ersten Kinofilme gesehen zu haben.

Der Boom im Fremdenverkehr in den 50er und 60er Jahren motivierte Willi Barth zu weitreichenden Investitionen und Veränderungen am damaligen Gebäude. In einem ersten Bauabschnitt in den 70er Jahren wurde der alte Viehstall und der Saal abgerissen. Es entstanden ein neuer Saal, das heutige "Jagdzimmer" und an Stelle des alten Stalls ein neuer Gebäudetrakt mit Fremdenzimmern, der heutige "Nordtrakt". Aus der Wirtschaft wurden die " Wirtsstube" und die "Hebel-Stube". Zusätzlich wurde der Parkplatz an der "Neuen Herrenalber Straße" ausgebaut und 6 Gästegaragen entstanden. 

In einem zweiten Bauabschnitt Ende der 80er Jahre wurde das Gasthaus Rössle zum heutigen Hotel Restaurant ausgebaut. 1990 wurde der Neubau mit 6 Einzelzimmern und 8 Doppelzimmern, sowie zwei Appartements eingeweiht. Abgerundet wurde diese Baumaßnahme durch die Fertigstellung der Hotelbar "Die Kutsch", einem Konferenz- und Tagungsraum für bis zu 16 Personen und der Badeabteilung mit Sauna, Solarium und Whirlpool. Parallel wurde der Hotelgarten umgestaltet, es entstand eine große Terrasse mit Wasserspiel und Teichanlage; im Sommer wird die Terrasse als kleiner Biergarten und als Liegewiese zum Sonnenbad genutzt.

Die zukünftige Herausforderung für den traditionsreichen Familienbetrieb wird es sein, die 300-jährige Tradition mit moderner Freizeitgestaltung in Einklang zu bringen. Willi Barth kreierte hierzu Ende der 80er Jahre den Slogan der "Wertkonservativen Prämisse - Stil bewahren, aber mit der Zeit gehen".